Zufrieden stand Phil mit dem letzten Karton aus dem Umzugswagen im Flur seiner neuen Wohnung. Durch eine Beförderung musste er nach München ziehen, jetzt stand Phil in seinem kleinen Reich, das überraschend günstig gewesen war. Er stellte den Karton auf den Stapel zu den anderen und schloss die Tür. Zufrieden grinsend ging er zu seinem Balkon, das Gebäude stand im Randgebiet von München und war eher schlicht gehalten, dafür war es an einen Hang gebaut worden mit einem fantastischen Ausblick auf die darunterliegenden Häuser und Straßen. Im selben Haus, direkt neben ihm wohnte noch eine Person. Beim Hineinbringen seiner Möbel und Kartons hatte er ein Blick auf den Briefkasten werfen können "A. Lee" stand in einer eleganten Handschrift auf dem Schild. Wer das wohl war? Er würde es wohl noch herausfinden. Das Haus war das letzte in der Straße gewesen, zwischen diesem Haus und dem Nachbarhaus lagen eine Parkanlage und etwas Wald, daher war es sehr ruhig und idyllisch. Phil ging wieder hinein und ins Schlafzimmer wo er anfing sein in Einzelteilen zerlegtes Bett zusammenzubauen. Nach einer gute dreiviertel Stunde fertig war machte ich weiter bis ich meinen Schrank, Garderobe und Schreibtisch aufgebaut hatte. Zufrieden mit meiner Arbeit schaute ich auf die Uhr, es war mittlerweile 21 Uhr und ich wollte, meinem Nachbarn zuliebe, keinen weiteren Lärm mit dem Aufbauen von Möbeln machen und fing an meine Klamotten in den Schrank zu räumen. Ich war gerade am dritten oder vierten Karton zugange als ich hörte wie erst ein Auto vor dem Haus hielt und kurz darauf die Tür der Nachbarwohnung auf und wieder zu ging. Kurz entschlossen holte ich aus der Küche eine kleine Aufmerksamkeit die ich für meinen zukünftigen Nachbarn oder Nachbarin noch am Vortag besorgt hatte. Es waren Haferkekse mit Schokoladenstückchen, die mir meine Mutter extra gebacken hatte. Ich schnappte mir meinen Schlüssel und ging raus zur Nachbars-Tür und klingelte. Nach einem kurzen Augenblick öffnete eine junge Frau die Tür, sie war um die 1.60 groß und hatte kurze schwarze Haare. Aus ihren grünen Augen schaute sie mich skeptisch an. "Hey, ich bin Phil, bin heute in die Nachbarwohnung gezogen und wollte mich kurz vorstellen." "Ah, ach so freut mich ich heiße Alice." Sagte sie freundlich und die skeptische Miene war verschwunden. Sie reichte mir ihre Hand, die ich erfreut ergriff, "Hier eine kleine Aufmerksamkeit." Sagte ich und reichte ihr die Schachtel mit den Keksen. "Boah, die sehen aber lecker aus! Sind da Nüsse drin?" Fragte sie erfreut und nahm die Schachtel entgegen. "Nein, sind Haferkekse mit Schokostückchen." Antwortete ich und freute mich darüber das, dass Geschenk so gut ankam. Sie fischte einen Keks aus der Schachtel und biss genüsslich hinein. "Mhhh… Mega lecker!" Sagte sie genüsslich kauend und biss gleich noch mal rein. "Den lass sie dir schmecken und auf gute Nachbarschaft. Schönen Abend dir noch wir sehen uns bestimmt wieder." Sie nickte nur freundlich und schloss die Tür als er seine wieder aufschloss.
Nachdem Phil sein Nachbarschaftsbesuch absolviert hatte, packte er weiter Kartons aus bis er merkte wie der Umzug sein Tribut abverlangte. Gähnend machte Phil sich Bett fertig ließ die Jalousien im Schlafzimmer herunter und schlief ein kaum das sein Kopf das Kissen berührte.
Bumm! Bumm!
Verschlafen schreckte Phil aus dem Bett hoch. Was war das?
Bumm! Bumm!
Schnell schnappte er sich sein Handy, es war fünf Uhr morgens. Versuchte da jemand meine Tür aufzubrechen? Dachte er
Bumm! Bumm!
Er nahm den Hammer, der neben dem Bett auf dem Boden lag und vom Schrank Aufbau noch liegengeblieben war.
Bumm! Bumm!
Langsam schlich er ins Wohnzimmer und bog Richtung Flur ab, bei der Haustür angekommen riss er diese auf und….
Nichts! Nur ein Waschbär sah ihn erschrocken an, der gerade über den Weg zu den Hauseingängen lief.
Bumm! Bumm!
Ich schloss die Tür und versuchte das Geräusch zu orten.
Bumm! Bumm!
Es kam aus dem Wohnzimmer. Ich ging langsam wieder zurück und schaltete das Licht ein, außer dem Umzugschaos war nichts zu sehen.
Bumm! Bumm!
Phil schaute zur Wand, die an die Nachbarwohnung grenzte, ging darauf zu und legte sein Ohr daran.
"HAAAA JA!" Bumm! Bumm!
Es klang als würde Alice gerade mit voller Wucht gegen die Wand schlagen oder treten. Phil zog sich eine Hose an, schlüpfte in ein Paar Schuhe und schlurfte müde mit dem Schlüssel in der Hand nach draußen und klingelte bei Alice.
Man hörte noch zwei Schläge, kurz darauf öffnete Alice die Tür. Sie hatte einen Karateanzug an und strahlte mich freundlich an. "Oh bist du auch immer so früh wach?" Fragte sie freundlich. Phil schaute sie Verschlafen an, "Nein, ich hab noch geschlafen. Was machst du da drinnen?" "Ich trainiere. Hab ich…hab ich dich geweckt?" “Ja hast du, warum trainierst du auf einen Sonntag so früh morgens? Und was trainierst du? Karate?”
“Ich bin halt Frühaufsteher und die alte Dame, die vorher drüben gewohnt hat, hat das nicht gestört und ja ich Trainiere Karate!” “Ok, ich finde es schön, dass du so ein beeindruckendes Hobby hast, aber bitte verschieb dein Training bitte am Sonntag auf 8 Uhr, ok?”
Alice zog grimmig die Augenbrauen zusammen, “ Meinetwegen!” dann knallte sie die Tür zu.
Er seufzte, drehte sich um und ging wieder ins Bett.
Es waren mittlerweile 3 Wochen vergangen und es war auch nicht das letzte Mal, dass er zu Alice gehen musste, weil sie wieder einmal eine Trainingseinheit mitten in der Nacht einlegte.
Heute hatte Phil Homeoffice und machte sich grade einen Kaffee, als das wohlbekannte Geräusch von Tritten gegen die Wand sein Wohnzimmer erfüllte. Seufzend schaltete er seinen Rechner an. Gut, dass ich Kopfhörer habe, dachte er bei sich und setze diese auf und widmete sich seiner Arbeit. Die Musik der Kopfhörer übertönte das Wummern der Tritte.
Nach einiger Zeit stand er auf, legte seine Kopfhörer beiseite und verdrehte sofort die Augen.
Alice war immer noch dabei zu trainieren seit über zwei stunden. Phil versuchte es zu ignorieren und ging in die Küche um einen Kaffee zu machen. Plötzlich knallte es laut, er zuckte zusammen und drehte sich in Richtung Tür wo das Geräusch aus dem Wohnzimmer gekommen war. Phil nahm seinen Kaffee und ging zurück, blieb aber verblüfft im Türrahmen zum Wohnzimmer stehen. In Höhe seines Kopfes neben dem Schreibtisch legte sich gerade eine Staubwolke und gab den Blick auf einen Fuß frei, der schräg nach oben schaute und die Wand wie ein abstraktes Bild schmückte.
Langsam und innerlich brodelnd ging er zu seinem Schreibtisch, stellte den Kaffee auf die vom Staub bedeckten Tischplatte. Phil holte tief Luft und ließ seinem Ärger freien lauf. "SAG MAL SPINNST DU JETZT TOTAL????" Schrie er in voller Wut und schaute den staubigen Fuß an. Stille, "Es…. Es tut mir so leid Phil! Ich… Ich wollte was Neues probieren und habe nicht nachgedacht."
Mit der Hand fuhr er sich durchs Gesicht, Alice Stimme klang aufrichtig und sie schien peinliche berührt zu sein. "Ich versuche dich wieder durch die Wand zu schieben, doch dann rufst du unseren Vermieter an und erklärst das! Verstanden?" "Ja, ja natürlich danke!" Sagte Alice und klang erleichtert. Er ging zur Wand und schaute sich den Schaden an. Kopfschüttelnd packte er den Fuß, dabei fiel ihm auf wie klein er war und wie weich. Er Ich schob den Gedanken beiseite,
"Auf drei, 1… 2….3!" Er drückte mit aller Kraft und schaffte es den Fuß bis zum Knöchel in die Wand zuschieben doch dann ging nichts mehr. Noch einmal aber der Fuß blieb an Ort und Stelle. Warum ging der Fuß nicht durch das Loch? Es war doch…, oh kacke. "Da hat sich ein Holzbalken gelöst und klemmt deinen Fuß ein!" Sagte Phil laut, als er sah, dass der Fuß sich bewegte und Alice stöhnend an ihm zog. "Was? Scheiße und jetzt?" Sie klang verzweifelt. "Ich rufe einen Handwerker, der muss das Loch größer machen und den Balken feststellen. Ich habe nicht das nötige Werkzeug!" Sie Stimme zu und ich suchte einen Handwerker aus dem Internet.
Nach einer kurzen Erklärung, und dem schallenden Gelächter des Handwerkers sagte dieser zu und versprach in einer Stunde da zu sein.
"Also in einer Stunde kommt jemand." Sagte er laut und begutachtet den süßen Fuß der da aus seiner Wand ragte. "Erst in einer Stunde? So ein scheiß!" Fluchte Alice hinter der Wand. Phil ging näher zum Fuß und nahm ihn genauer unter die Lupe. Die Form war schlank und die Zehen waren gleichmäßig und wirkten regelrecht süß, keinerlei Hornhaut war zu sehen und vom schieben wusste ich ja schon wie weich er war. Ohne nachzudenken, hob er die Hand und fuhr vorsichtig unter den Zehen lang. Man hörte wie Alice erschrocken die Luft ein sog und sich ihre Zehen erst spreizten, um sich dann zusammenzuziehen, was kleine Falten auf der Sohle warf. Phil musste Schmunzeln, die kleine starke Alice, die so taff war, hatte anscheinend einen kitzeligen Schwachpunkt. Langsam streckte er erneut die Hand aus kraulte sanft an ihrer Ferse, die Reaktion war einmalig, Alice kicherte erschrocken auf und ihr Fuß versuchte dem Gefühl zu entkommen.
"Phil, hör auf mit dem Mist, das ist nicht lustig." Schimpfte sie sichtlich erbost. "Ach ich finde es schon ganz amüsant." Sagte Phil und ergänzte, "Wie oft habe ich dich gebeten nicht gegen die Wand zu treten?" Stille, nur ihre Zehen bewegten sich nervös. "Ich glaube bis der nette Handwerker da ist, werde ich dir beibringen, was Respekt und Rücksichtnahme ist." "Phil, bitte! Ich…. Ich hänge alles um, ich trete nie wieder gegen die Wand versprochen." Die Verzweiflung war deutlich in ihrer Stimme zu hören.
"Mhhhh…." Sagte er und strich währenddessen mit dem Finger die weiche Sohle hoch und runter. Der Fuß zuckte hin und her und auch die Zehen kräuselten sich. "Ich denke, du musst mich erst überzeugen!" Entgegnete er und ließ nun alle fünf Finger über ihre ungeschützte Sohle huschen. "PHIIIIIL NICHT!" Brachte Alice noch hervor, bevor ihre Worte in Lachen übergingen. Das Lachen war wie Musik in seinen Ohren, endlich saß er am längeren hebel. Neugierig schaute er auf die Reaktionen wen er seine Finger an verschiedenen Stellen des Fußes krabbeln ließ. Unter den Zehen und an der Ferse waren die Reaktionen am deutlichsten zu hören und auch zu sehen, ihre Zehen versuchten seinen Fingern auszuweichen was nicht wirklich gut gelang. An der Ferse war die Reaktion so stark, jedenfalls dachte Phil das, weil sie unbeweglicher war als der Rest des Fußes. Als Phil seinen Finger in den Zwischenraum des großen Zehs bohrte, kreischte Alice so laut auf das er erschrocken die Hand zurückzog.
"Bist…bist du…bist du fertig mich zu quälen?" Fragte Alice schnaufend durch die Wand, man hörte ihren Ärger über diese Situation deutlich heraus. "Ich weiß nicht, etwas Zeit haben wir ja noch." "IST DAS DEIN SCHEIß ERNST!" Brüllte sie und versuchte erneut ihren Fuß zu befreien. Das Winden und zucken ließ Phil laut auflachen, kopfschüttelnd zog er sein Handy aus der Tasche und gab "kitzeln" in die Suchmaschine ein. Nach wenigen Augenblicken fand er sehr aufschlussreiche Texte und Videos dazu. Er grinste als er sah das hier und da Gegenstände wie, Zahnbürsten oder Haarbürsten benutzt wurden. In der Zwischenzeit hatte Alice aufgegeben und Fluchte vor sich hin. "Du Alice ich habe ganz tolle Sachen im Internet gefunden, die man super zum Kitzeln benutzen kann!" Sagte Phil laut, bei dem Satz fing Alice an nervös mit ihren Zehen an zu zucken. "Was…. Was für Sachen?" Ihre Stimme klang leicht panisch. "Och nichts Schlimmes, Zahnbürsten, Öl, Haarbürste und was das man Flosser nennt, keine Ahnung was das ist." Stille. "Ich habe eine elektrische Zahnbürste da, ich hole die mal!" Sagte Phil und entfernte sich von dem Fuß in der Wand. "Wa…was! Nein Phil bitte ich halte das keine Minute mehr aus." Flehte sie was Phil ignorierte und aus dem Bad die elektrische Zahnbürste holte. "Bist du bereit?" Fragte Phil ironisch und schaltete die Bürste an. "Phil Bitttteeeeee…" erneut ging ihre Bitte in einer Lachsalve unter, zum Unterschied zu vorher war ihr Lachen deutlich lauter, mit gelegentlichen Aussetzern die sie zum Luftholen brauchte. Alice Fuß zuckte unter dem Kopf der elektrisch summenden Zahnbürste wie wild hin und her, Phil blieb Schlussendlich nichts anderes übrig als ihren Fuß fest zuhalten. Als er das tat und die Zahnbürste langsam von der Ferse über die gesamte Fußlänge gleiten ließ wurde das kreischen und lachen lauter um so näher er ihren Zehen kam. Als er kurz davor war, ihre empfindlichen Zehen zu erreichen klingelte es. Irritiert ließ er von dem Fuß ab, dann fiel es ihm ein. Der Handwerker. Schnell steckte er die Zahnbürste in seine hintere Hosentasche und öffnete die Tür.
"Guten Tag, sie hatten angerufen, oder?" "Ja genau!" Sagte Phil und war etwas wehmütig, er hätte gerne noch etwas mehr Zeit gehabt. Der Handwerker trat ein, "Wo ist denn das Problem?"
“Ich zeige es ihnen, folgen sie mir!” Phil ging voraus und trat beiseite damit der bestellte Handwerker den Fuß in der Wand sah. Dieser stutzte kurz und fing dann schallend an zu lachen, “Nette Deko haben sie da!” Sagte er immer noch lachend und zwinkerte Phil schelmisch zu. Dieser musste selber schmunzeln, “Übrigens geht die Rechnung dann an mich, ich glaube nämlich meine Nachbarin hat ihr Strafe schon bekommen!” Der Handwerker lachte abermals, nickte und machte sich ans Werk.
Nach nicht einmal zwanzig Minuten war der Fuß frei und zog sich schnell wieder zurück. “Danke!” Schalte die Stimme von Alice zögerlich durch die Wand.
Zwei Wochen später, der Handwerker hatte sowohl bei Phil als auch bei Alice in der Wohnung das Loch geschlossen und alles in den eigentlichen Ursprung zurückversetzt. Diese zwei Wochen ging Alice ihm komplett aus dem Weg.
Phil saß grade am Rechner als es klingelte.
Als er die Tür öffnete, stand Alice vor ihm mit einem großen Geschenkkorb.
“Wie komme ich zu der Ehre?” Fragte Phil freundlich und Alice lief rot an, “Du…. Du hast die Kosten übernommen!” “Ja stimmt!” “Ich hatte bei der Werkstatt nachgefragt, wann die Rechnung kommen würde, da wurde mir gesagt, dass du das übernommen hast! Warum?” Fragte sie und schaute ihm direkt in die Augen.
“Ich dachte du hast deine Lektion gelernt und daher war ich so frei das zu übernehmen!” Ihre Augen wurden groß und ihr Gesicht wieder knallrot, “Ja das habe ich!” Stammelte sie leise und schaute nach unten. Phil lachte auf, “Komm erstmal rein!” Sagte er nahm ihr den Korb ab und ließ sie eintreten.
Er schloss die Tür und die beiden setzten sich aufs Sofa, nach einem anfänglichen Schweigen wurden beide immer gesprächiger. Sie öffneten eine Flasche Wein und merkten nicht wie der Tag verflog und zur Nacht wechselte.