Nachdem das Ziehen vorbei war stand Nick wieder in Annas Schlafzimmer, diesmal war es weniger erschreckend und er lag auch nicht auf dem Boden. Er blickte sich um, er stand vor einem Schminktisch mit Spiegel, links das Bett, rechts der Schrank. Nick runzelte die Stirn, im Spiegel des Schrankes sah er nur das Spiegelbild von Anna, die auf dem Bett lag, nicht wie vorhin sich selber in seiner Wohnung. Er drehte sich um, dort im Spiegel des Schminktisches sah er sich in seiner Wohnung stehen, „OK also um so mehr Spiegel, um so mehr Einstiegspunkte!" Murmelte er.
Als sich Anna plötzlich aufsetzte, zuckte Nick zusammen, sie schaute auf ihr Handy. Auf ihrer Lippe kauend stand sie auf und ging auf ihn zu, Nick war so überrumpelt, dass er nicht rechtzeitig auswich, doch sie ging einfach durch ihn durch zum Schminktisch. Mit Herzklopfen stand Nick erstarrt da, und drehte sich um, Anna hatte sich über ein Zettel gebeugt und schrieb gerade, Nick schaute über ihre Schulter.
"Hey Z,
bist du schon da?"
"Ja bin ich! Du siehst mich nur nicht!" Sagte Nick seufzend und schaute auf das Blatt, was Anna grade Falten wollte, da schrie sie erschrocken und sprang zurück, Nick riss erstaunt die Augen auf, in seiner Handschrift erschien plötzlich die Worte die er gerade gesprochen hatte. Anna war kreidebleich und hielt sich eine Hand an die Brust, Nick schaltete sofort: "Keine Angst! Ich tue dir nichts!" Sagte er und fixierte das Blatt, der vorige Satz verschwand und der neuer erschien. Zögernd streckte Anna die Hand nach dem Stift aus, Nick grinste. "Du kannst es laut sagen, ich höre dich!" Mit dem Stift in der Hand schaute sie auf das Stück Papier, wo der Satz den anderen ablöste.
"O… ok!" Sagte sie mit piepsiger Stimme und legte den Stift hin. "Bist du ein Geist?" Nick fing an zu lachen, und antwortete,
"Nein bin ich nicht!" "Bist du hier in meinem Zimmer! Und wie machst du das mit dem Schreiben?" Nick überlegte, wie sollte er das erklären? Nach kurzer Überlegung sagte er,
“Ich entdecke gerade neue Fähigkeiten von mir, wie es genau funktioniert kann ich dir selber auch nicht sagen.” Annas Augen huschten über die Zeilen, “ Ok, aber was willst du?”
Ja was wollte Nick eigentlich hier? Er wusste es selber nicht genau. Konnte er sie berühren, vielleicht sogar kitzeln? Aber wie war die Frage! Er streckte seine Hand aus und pikste ihr in die Seite, Erstaunen machte sich auf seinem und ihrem Gesicht breit, Nick, weil er einen Widerstand spürte und Anna, weil sie gekitzelt wurde. Kichernd zuckte Anna weg, “Warst du das?” dabei schaute sie tatsächlich unsicher aber auch belustigt in ihrem Zimmer umher und grinste leicht. Nick antwortete nicht, sondern versuchte grinsend sie wieder zu kitzeln, diesmal bewusst und mit beiden Händen, erschrocken wich Anna zurück, um dem kitzelnden Gefühl zu entkommen, doch Nick setzte ihr nach. Während sie immer weiter zurückwich, stellte Nick zu seiner Überraschung fest, dass, selbst wenn sie sich ihre Seiten zu schützen versuchte, er einfach durch die Arme und Hände durchgreifen konnte, sobald er sie Seiten berührte, spürte er wieder einen Widerstand. Mittlerweile lag Anna kichernd und um sich strampelnd auf ihrem Bett, Nick hörte kurz auf. "Das ist voll gemein, ich kann mich nicht mal verteidigen!" Lachte Anna und setzte sich auf, "Was jetzt du Kitzel Monster?" Nick lachte laut über ihrer Aussage, dieser Gesichtsausdruck den sie dabei auf dem Gesicht hatte, eine Mischung aus Vergnügen, Frechheit und Trotz. Nick ging zu den Schminktisch und versuchte etwas, er versuchte den Zettel zu greifen. Grinsend sah er das es klappte und so schwebte der Zettel, aus Annas Sicht wie von Geisterhand vom Tisch und blieb vor ihr schweben, "Es scheint dir ja zu gefallen! Und du hast keine Angst, warum eigentlich?" Anna las und wurde rot und schlug die Augen nieder. "Naja als das an der Bushaltestellen geschah, dachte ich werde verrückt, doch nun bin ich einfach erleichtert. Außerdem scheinst du sehr nett zu sein." Nick schaute Anna an, Schuldgefühle brodelt in ihm auf. "Es tut mir leid!" Sagte er leise und schaute jetzt selber zu Boden. "Macht nichts! Du hast mir die Augen geöffnet, und mir mein falsches Verhalten unbewusst aufgezeigt!" Sagte sie weiterhin mit gesenktem Blick. "Weißt du ich hatte es nie sehr leicht im Leben, mein Vater ist ein Säufer, meine Mutter hat sich umgebracht als mein Bruder 2 Jahre alt war. Er ist geistig zurückgeblieben, muss du wissen!" Nick sah, wie Tränen auf den Boden tropfen. "Ich war in der Schule fruchtbar zu vielen Menschen, ich dachte immer, wenn ich es nicht gut habe, sollen es auch andere nicht gut haben!" Mit dem Handrücken wischte sie sich die Tränen aus dem Gesicht und schaute hoch, und obwohl Nick wusste, dass sie ihn nicht sah, schaute sie ihm direkt ins Gesicht. Er schluckte als er sah, dass sie lächelte," An dem Abend hatte ich Streit mit meinem Vater, habe mich selber voll laufen lassen und einem Jungen von früher ohne Grund gemeine Nachrichten geschickt. Da hast du mich bei erwischt. Und weißt du, es war seltsam befreiend dort zu liegen, und nichts gegen diesen Lachen tun zu können. War es eine Strafe? Für den Moment ja, aber es hat mich zum Nachdenken bewegt und ich habe mir Hilfe gesucht." Tränen liefen ihr über die Wangen, während sie zur Decke schaute. "Du hast mir geholfen, ich habe jetzt einen Job und die Vormundschaft für meinen Bruder beantragt."
Nick hatte den Zettel längst zu Boden sinken lassen und saß neben Anna auf dem Bett. Einem Impulse folgend legt er ihr einen Arm um die Schultern, sie zuckte kurz als sie seine Berührung merkte. Als er nach dem Zettel greifen wollte, schwebte er auf ihn zu, ohne dass er ihn berührt, außerordentlich praktisch, dachte Nick und lächelte sanft.
"Ich weiß nicht, was ich sagen soll!" Anna las mit. "Ja, ich habe es mitbekommen, was du dem Jungen angetan hast, und ich wollte dir eine Lektion erteilen. Doch dass mein Handeln dir so helfen würde, habe ich nicht im Entferntesten gedacht!" Sie lachte auf. "Ja, ich habe auch nicht damit gerechnet!" Sagte sie leise und wischte sich die letzten Tränen vom Gesicht. So saßen die beiden dort länger Zeit, als Nick sein Arm von ihr sagte sie sofort, "Gehst du jetzt?" Nick hörte ihre Enttäuschung heraus und ließ gleich den Zettel hoch schweben. "Soll ich den noch bleiben?" Fragte er. "Ja bitte! Ich…. Ich habe dir doch gar nicht deine zweite Frage beantwortet!" Nick musste unwillkürlich Grinsen, "Stimmt!" Sagte er. Anna druckste kurz rum, "Ich weiß es nicht genau! Das eben war interessant, aber mehr geht da bestimmt nicht oder!" Ein schelmisches glitzern trat in ihre Augen, sie wollte Nick herausfordern. "Sicher!" Sobald die Worte erscheinen pikste er ihr schon wieder in die Seiten, quietschend plumpste Anna wieder zurück aufs Bett. Diesmal hielt sich Nick nicht zurück, das merkte Anna auch sehr schnell. "GEMEIN!!!" Schrie sie unter einer Lachsalve, als Nick ihre Achseln attackierte. Jeder Versuch ihre Stellen zu verstecken oder zu schützen schlug fehl, sie wand sich wie ein Wurm auf dem Bett. Nick probiere die verschiedensten Stellen, als er sie oberhalb der Hüfte in den Unterbauch zwickt schrie sie regelrecht.
Ein Klingeln an der Tür zerrissen die Stille, Nick hörte sofort auf und Anna atmete schwer. Es klingelte erneut, Anna stand langsam auf und ging aus dem Zimmer, als die Tür aufging, leuchtete es kurz im Eingang das Zimmer auf, jetzt sah er den kleinen Flur von Annas Wohnung. Er wusste sofort, dass er nun auch dorthin konnte, da ein Wandspiegel an der Garderobe hing. Als Anna die Haustür öffnete, sah Nick zwar eine Person, aber der Hausflur war ein Raum aus reinem Licht. "Frau Müller, wie kann ich ihnen helfen?" Sagte Anna immer noch etwas atemlos. "Sie sind zu laut!" Sagte die Dame in der Tür kurz angebunden, sie war um die 200 Jahre mindestens. "Frau Müller, es ist nicht einmal neun!" Antwortete Anna freundlich, Nick schwebte von hinten auf sie zu. Die junge Frau stand mit gestrecktem Arm die Tür festhalten im Eingang der Wohnung, Nick schmunzelte als er federleicht ihre Achsel berührte. Sie konnte grade noch ein Aufschrei unterdrücken und zog den Arm Reflexartig runter. Frau Müller schaute Anna mit zusammengezogen Augenbrauen an, "Na und? Sie sind nicht die einzigen in diesem Haus!" "Das stimmt, Frau Müller! Aber, vor der in den Hausregeln stehenden Ruhezeit darf ich so laut lachen wie ich möchte!" Nick konnte nicht anders und fing an in ihrem Bauchnabel den Finger kreisen zu lassen, aber nur so leicht, dass Anna nicht die Beherrschung verlor. Diese stand da mit zuckenden Gesichtsmuskeln und hörte sich den langweiligen Vortrag der Alten an. Nach einiger Zeit sagte sie nur, "Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend Frau Müüüüüler!" Nick hatte von hinten angefangen, ihre Hüfte zu bearbeiten und beim letzten Wort des Satzes zu gezwickt. Frau Müller schaute sauer zu Anna auf und ging, als Anna die Tür geschlossen hatte drehte sich Anna um. "Das war so gemein! Die Frau ist sowieso immer so garstig und du kitzelst mich den noch die ganze Zeit bei dem Gespräch, die denkt doch jetzt das ich voll bescheuert bin!" Während sie das sagte, ging sie wieder in ihr Schlafzimmer, aber sie klang eher amüsiert als sauer.
"Kannst du eigentlich noch was anders als kitzeln?" Fragte sie und schaute sich um, da sie ja nicht wusste, wo Nick stand.
Der Zettel fing auf Nicks Befehl an zu schweben, "Woran hast du den gedacht?"
Sagte er und schaute belustigt Anna an.
"Eine Massage wäre schön!" Sagte Anna und steckte dem Zettel die Zunge raus. Nick überlegte kurz? Würde das gehen?
"Den leg dich mal aufs Bett!" Sagte er, Anna schaute erstaunt auf den Zettel. Sie zuckte mit den Schultern und ließ sich bäuchlings auf ihr Bett plumpsen, Nick setzte sich sozusagen auf ihr Oberschenkel und fing an Anna zu massieren. Tatsächlich klappte es und Anna ließ nach kurzer Zeit zufrieden laute von sich hören, nachdem er einige Minuten ihren Rücken massiert hatte wurde ihm etwas langweilig. Er hörte auf, dreht sich um und zog ihre Hausschuhsocken aus. Anna ließ es geschehen, Nick sah, dass er also mit eigentlich allen Sachen interagieren konnte. Um Anna in Sicherheit zu wiegen, fing er mit einer Fußmassage an, ein Seufzer war zu hören. Nun setzte sich Nick auf Annas Unterschenkel, sodass ihre Füße zwischen seinen Beinen hervorschauten. Er fixierte nun ihr Füße, als Anna das merkte, schreckte sie auf, "Nein bitte nicht die Fü…!!!" Weiter kam sie nicht, Nick ließ alle seine zehn Finger auf ihren beiden nackten Sohlen tanzen, Anna zuckte wie ein Al hinter ihm. Ihre Füße in von etwas nicht sichtbaren fixiert, jedes Mal, wenn der eine Fuß den andern schützen wollte wurde er kurzerhand weg gekitzelt. Als Nick anfing, mit seinen Fingern in ihren Zehen Zwischenräume zu bohren, quietschte sie immer wieder auf und zuckte mit ihrem Po hoch. Erst als Nick hörte, dass ihr Lachen mehr lautlos als laut war, hörte er auf und gab ihre Füße frei. Anna blieb schnaufend liegen, "Gemeinheit!" Schnaufte sie und musste noch kurz kichern. Ließ den Zettel schweben, "Gute Nacht! Ich komm bald wieder!" Dann sank der Zettel zu Boden. Anna nickte nur, ein müdes Lächeln im Gesicht. Nick ging auf den Spiegel zu, bevor er zurückging, drehte er sich noch mal um. Er lächelte, Anna schnarcht leise. Er ging noch mal zurück, griff nach der Decke, die beim Zappeln vom Bett gefallen war und deckte sie zu. "Schlaf schön!" Flüsterte er und ging zurück zum Spiegel.
Zurück in seiner Wohnung stöhnte Nick auf, er hat fast zwei Stunden ohne Bewegung auf der Stelle gestanden. Mit steifen Gliedern starkste er zum Kühlschrank und holte sich ein Bier. Mit einem zufrieden seufzen ließ er sich auf sein Sofa fallen. Er dachte nach und das Bier leerte sich Zug für Zug, sollte er? Schnell schnappte er sich sein Handy.
"Hey Anna,
Hast du Lust dich mal mit mir zu treffen? Den können wir uns vielleicht besser kennenlernen und einen Neustart versuchen!
Gute Nacht!
Nick"
Nachdem er die Nachricht verschickt hatte, kribbelte es in seinem Bauch, mit diesem Gefühl ließ er dich ins Bett fallen.