Nick öffnete verschlafen die Augen und schaute auf seinen Wecker, halb zehn. Gähnend drehte er sich noch mal um und dachte an seinen Traum von letzter Nacht. Es hatte an der Tür geklingelt und ein Paket stand mitten in der Nacht vor seiner Tür, als er es öffnet, war ein einfacher alter Kasten aus Holz darin gewesen, in dem wie von Zauberhand der Sockfuss von einem Mädchen erschien, das ihn in seiner Schulzeit gemobbt hatte, Anna.
Nach einem anfänglich Schreck und der Kenntnis, dass der im Deckel befindliche Spiegel ein live Bild von ihr projiziert, nahm er auf subtile Art und Weise Rache, ausgelöst von unverschämten Nachrichten, die sie ihm in dem Traum geschickt hatte.
Seine Rache gestalte sich spontan in der Gestalt von kitzeln, was nicht nur schön anzusehen und anzuhören war, es hatte ihn auch Spaß gemacht diesen wehrlosen Fuß vor sich zu quälen. Mit dem Gedanken schwang er sich langsam aus dem Bett und ging in die Küche um sich einen Kaffee zu mache. Immer wieder kehrte sein Gedanke zu dem nackten weichen Fuß von Anna zurück, irgendwie gefiel ihm der Gedanke und er spürte eine gewisse Erregung in sich aufsteigen. Grinsend schüttelte er den Kopf, schnappte sich sein mittlerweile fertigen Kaffee und ließ ihn sich im Bett schmecken. Er griff zu seinem Handy und entsperrt es, als der Bildschirm aufleuchten verschluckt er sich hustend und prustend an seinem Kaffee. Ungläubig schaut er auf den offenen Chat von Anna und ihm. Hektisch stellt er sein Kaffee auf den Nachtisch und sprang zu seinem Schreibtisch, dort stand er, der Kasten daneben lag eine Socke, die ihm definitiv nicht gehörte. Langsam ging er rückwärts und setzte sich auf sein Bett, den Blick auf den Kasten gerichtet. "Das...das war kein Traum!" Murmelte er leise und schaute auf das Handy in seiner Hand. Das Profilbild von Anna war grau, sie hatte ihn blockiert. Stirnrunzelnd nahm er einen großen Schluck Kaffee, wie war das möglich? Nick stand auf und ging zu dem Kasten, hob ihn hoch und drehte und wendete ihn. Auf der Unterseite fand er ein Brandzeichen "The Box" stand dort und dazu ein Wappen mit zwei gekreuzten Schwertern über einer Feder. Er setzte sich und schaltete seinen Rechner an, währenddessen nahm er die Zettel, die bei der Box waren und las diese, doch dort waren keine Hinweise versteckt. Als der Rechner hochgefahren war, öffnete er den Browser und gab ein: "Box, Wappen, Feder, Schwerter"
Mehrere hundert Vorschläge, einer macht ihn neugierig. Er klickte darauf und es öffnete sich eine Seite, ein Titelbild war abgebildet und Nick riss die Augen auf! Es war die Kiste, er schaute zwischen Kiste und Bildschirm hin und her, definitiv.
Er scrollte runter und dort stand nur ein kurzer Text:

Diese Box wurde im Jahre 1600 von einem Schreiner hergestellt, der sie zur Bestrafung einer Adligen entwarf. Diese Adelige hatte die Folter und Hinrichtung seiner Tochter veranlasst, indem sie die Tochter der Hexerei beschuldigte. Aus Wut und Kummer entstand dies Box und eine weitere Box, doch sobald man öffentlich von ihnen sprach, verschwand sie aus dem Besitz desjenigen, der sie besaß. Wenn du der bist der sie gerade besitzt und dies liest, behalte es für dich!

Mehr stand dort nicht, grübelnd lehnt Nick sich zurück. Wem sollte er das auch erzählen? Es würde ihm sowieso niemand glauben. Sein Magen knurrte, er stand auf ging in die Küche und schmiss zwei Toast in den Toaster und lehnte sich an die Arbeitsfläche. Gedankenverloren schaute er zu der Kiste und die Neugier packte ihn, konnte er jeden an den er dachte in die Kiste befördern? Was für Voraussetzungen gab es? Anna war ja eher ein zufälliges Opfer gewesen. Er musste es probieren, aber mit wem? Der Toast war fertig, schnell Käse drauf und schon saß er wieder vor dem Kasten kauend überlegt er. Als er fertig war stand er auf und lief auf und ab, nach einigen Minuten ging er unentschlossen wieder zum Schreibtisch. Sollte er Anna noch mal probieren? Er dachte an sie und klopfte zweimal auf den Deckel, ein Geräusch wie von einem Gong ertönte. Er öffnete den Deckel, leer, nur im Spiegel standen zwei Worte "Keine Schuhe".
"Interessant, die Person, an die ich denke muss also Schuhe anhaben." Murmelte Nick laut vor sich hin und schloss den Kasten wieder. Nachdenklich schnappte er sich seine Zigaretten und ging auf den Balkon, draußen lehnte er sich auf die Brüstung und ließ seinen Blick gedankenverloren über die Straße gleiten. Da blieb sein Blick an Marie hängen, die gerade mit einem Brot unterm Arm und einer Einkaufstüte unter ihm vorbei lief. Marie war seine Nachbarin, sie war vor knapp drei Monaten neben ihm in die Wohnung gezogen. Schnell drückte er die Zigarette aus und flitzt rein, klopfte noch bevor er saß auf die Kiste und dachte an Marie. Mit einem plopp ging die Kiste auf und ein rot und weiß gestreifter Sneakersocken reckte sich ihm entgegen, doch er stand anders in der Kiste wie der von Anna, etwa so als würde der Fuß leicht auf Zehenspitzen stehen. Nick runzelte die Stirn und schaute in den Spiegel, dort sah er die Lösung: Stiefel mit Absatz. Er schnappte sich einen Zettel und notierte seine Erkenntnisse. Er schaute hoch als er Marie im Flur hörte und blickte in den Spiegel, er sah wie sie die Tüte abstellen und ihren Schlüssel aus der Jacke holte, aufschloss und in die Wohnung ging. Drinnen hängte sie ihre Jacke an die Garderobe, da klingelte ihr Handy: "Hey Jonas! Ja… Ja sehr gern, in zwanzig Minuten bist du da?" Nick schaute auf die Uhr. "Ok ja hab alles zusammen! Ich komm den runter!"
Nick rieb sich die Hände, zwanzig Minuten waren mehr als ausreichend. Er sah, wie Marie sich auf ihr Sofa plumpsen ließ und ihr Handy zückte. Nick überlegte, wie er anfange soll und spielte mit dem Stift. Da kam ihm eine Idee und er strich vorsichtig mit der Rückseite unter den Zehen entlang, Marie zuckte mit den Zehen und ihr Fuß auf dem Bild im Spiegel zuckte auch kurz. Er wiederholte die Bewegung mit etwas mehr Druck und Marie schrie erschrocken auf. Den Schrei hörte er sogar hier drüben in der Wohnung, Maries Augenbrauen zogen sich zusammen und sie bewegte ihren Fuß, Nick sah wie sie die Zehen bewegte und fand den Anblick hinreißend. Er fand Marie schon süß, als sie eingezogen war, doch er hat sich nie getraut sie mal anzusprechen, mehr als ein flüchtigen hallo im Flur mehr nicht. Doch jetzt hatte er eine Idee, langsam griff er nach dem Sockenbund und zog daran, "Wa..wa...was geht hier ab!" Quietschte Marie im Spiegel und stand ruckartig auf, mit dem anderen Fuß versuchte sie den Schuh auszuziehen, Nick grinste als sie merkte, dass es nicht klappte aber der Socken immer weiter ausgezogen wurde. Sie ließ sich aufs Sofa fallen und zog mit aller Kraft an ihrem Schuh, mittlerweile war der Socken aus und Nick sah sich die Sohle von Marie genauer an. Sie hatte sehr kleine Füße, das hatte er schon gesehen, am mittleren Zeh war ein kleiner Ring und in der Mitte des zierlichen Fußes war ein kleines Muttermal zu sehen. Er schaute hoch, Marie versuchte mit hochrotem Kopf immer noch ihren Schuh vom Fuß zu bekommen, ihr andern Fuß hatte sie mittlerweile aus dem Schuh gezogen, anscheinend um auf Nummer Sicher zu gehen. Nick blickt wieder auf die Sohle und kratzte mit dem Fingernagel genau über das Muttermal, die Reaktion war erste Klasse. Marie quiekte, überrascht von der Empfindung, kichernd auf und fiel ihren Fuß loslassend fast vom Sofa. Nun nahm Nick einen zweiten Finger dazu und kratzte und krabbelte weiter, Marie muss ungeheuer kitzelig sein, sie saß kaum auf dem Sofa als sie sich kichernd und lachend zur Seite auf das Sofa kippen ließ. Sie war anscheinend jemand, der wenn er gekitzelt wurde, zwar zuckte und zappelte, sich aber nicht nennenswert bewegen, geschweige den wehren, konnte. Mittlerweile ließ Nick seine Finger hoch und runter auf der nackten Sohle wundern, Marie hielt sich mittlerweile lachend den Bauch und trat mit dem beschuhten Fuß immer wieder in die Luft.
Jetzt ließ er von ihrem Fuß ab, die ganze Zeit hörte er durch den Spiegel und durch die Wand das angenehme Lachen von Marie, diese lag inzwischen schwer atmend auf dem Sofa und kicherte immer wieder. Langsam richtete sie sich auf und stand mit wackeligen Beinen auf. Nick sah wie sie zur Tür ging und nach der Tür griff, kaum hatte sie die Tür aufgemacht drückte er die Zahnbürste vom Vorabend auf ihren großen Zeh, Marie riss die Augen auf: "Nahahahhaein….!" Lachte sie als Nick die Bürste an schaltete und Marie lachend auf ihren Po plumpste. Nun hörte er ihr Lachen sogar aus dem Hausflur, mittlerweile lag Marie auf dem Rücken und rollte im Flur ihrer Wohnung lachend hin und her. Jetzt kam Nicks Plan zum Einsatz, mit der einen Hand hielt er die Zahnbürste wären er, mit der anderen ein Gummiband vom Schreibtisch fischte, dieses wickelte er um die Bürste und den Kasten. Inzwischen fixierte er die Zahnbürste direkt unter Maries zuckend Zehen. Er ließ die Bürste los, es hielt! Jetzt zum finalen Ende, er drückte auf den Knopf seitlich der Box, der Countdown erschien und er flitzt zur Tür und rannte draußen auf den Flur. An Maries Tür angenommen stößt er sie auf und brüllt gegen das Lachen an: "Was ist denn los? Marie? Hey, was ist?"
"Schuhhhhhaahaha!" Mehr brachte die zuckenden Marie nicht zustande. Nick packte den Schuh und zog daran, im Kopf hatte er nur noch wenige Sekunden und tatsächlich hatte er mit einem Ruck den Schuh in der Hand und landete rücklings auf der Fußmatte. Marie lag schnaufend und hin und wieder kichernd im Flur ihrer Wohnung, "Marie, was war denn das?" Fragte Nick mit gespieltem erstaunen und half der kichernden Marie auf die wackeligen Beine, er führte sie zu ihrem Sofa und sie ließ sich darauf plumpsen. "Keine…" sie schnaufte schwer und schluckte, "keine Ahnung, ich…. Ich kam vom Bäcker und…. Und hab mich hingesetzt, da fing etwas an meine Socke auszuziehen!" Bei dem letzten Wort zeigte sie auf ihren nackten Fuß. "Plötzlich fing es an zu kitzeln, als würde jemand unerwartet auf meiner Sohle kratzen! Als es aufhörte, wollte ich in den Hausflur, Hilfe holen, doch kaum hatte ich die Tür auf kitzelte irgendwas meine Zehen so arg, dass ich keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte! Und… Und dann kamst du!" Beim letzten Wort schaute sie Nick dankbar an.
Nick lächelte verlegen, und hatte ein bisschen ein schlechtes Gewissen.
"Ich…. Ich geh den wieder!" Sagte Nick und drehte sich um. "Wie... wie heißt du?" Fragte Marie als Nick schon fast bei der Tür war, "Nick!" Sagte er und schloss die Tür hinter sich. Schnell ging er in seine Wohnung und zur Box, die Box war leer und die Zahnbürste, putzte den Samtbezug. Neben der Kiste lag die Socke von Marie, Nick grinste, nahm die Socke von Anna und die Socke von Marie in die Hand und schaltete die Zahnbürste aus.
"Das war ein Spaß, wen soll ich als Nächstes nehmen?" Überlegte er laut und warf die Socken in einen kleinen Schuhkarton.